Die staatliche Prüfung gliedert sich in zwei Teile. Der erste Teil wird schriftlich absolviert und der zweite, nach Bestehen des schriftlichen Teils, dann mündlich. Beim schriftlichen Teil werden ca. 60 Fragen gestellt, die in vorgegebener Zeit zu lösen sind. Gegenwärtig darf dabei die Fehlerquote nicht über 25 Prozent liegen. Im darauf (hoffentlich) folgenden mündlichen Teil wird eventuell nochmal der für den Heilpraktiker relevante Gesetzesbereich nachgefragt sowie ein Thema zur Beantwortung gestellt. Hier muß der Heilpraktikeranwärter nachweisen, daß er/sie in der Lage ist, medizinisch-diagnostisch-therapeutisch in Zusammenhängen zu denken. Gegebenenfalls wird auch nach Grundlagen der später in der Praxis angestrebten alternativen Heilmethoden gefragt (Risken, Kontraindikationen etc.) Die Aussage, sich erst nach der Prüfung solche Kenntnisse aneignen zu wollen, hilft nicht weiter. Bei Nichtbestehen eines der beiden Prüfungsteile sind beide zu wiederholen.