Ja und Nein. Die Berufsordnung für Heilpraktiker enthält ein Werbeverbot. Dies gilt auch dann, wenn ein Heilpraktiker keinem Verband angehört. Dieses Werbeverbot soll gewährleisten, daß der Erfolg eines Kollegen bzw. einer Kollegin vom fachlichen Können und nicht von den, aus anderen Quellen gespeisten, finanziellen Möglichkeiten bestimmt wird. Mit der gleichen Begründung dient dieses Verbot auch dem "Schutze der Volksgesundheit". Es sind jedoch Ausnahmen von diesem grundsätzlichen Werbeverbot gestattet. Dies z.B. dann, wenn ein Heilpraktiker umzieht, seine Praxis gerade in einem bestimmten Bezirk oder Ort eröffnet hat oder wenn er längere Zeit in Urlaub fährt. In diesen Fällen dürfen bis zu 3 Anzeigen (ohne besondere Zusätze wie: "Bei mir geht es ihnen bald wieder besser...") innerhalb von 3   Monaten in einer am Ort erscheinenden Zeitung geschaltet werden. An einem Ort mit 4 regionalen Zeitungen können also 12 Anzeigen geschaltet werden. Der Inhalt der Werbung darf über das bei Praxisschildern erlaubte Maß nicht hinaus gehen. Die Praxisschilder dürfen eine Größe von 35x50 cm nicht überschreiten. Außer dem Namen, der Telephonnummer und den Öffnungszeiten der Praxis dürfen nur 3 Therapieverfahren aufgeführt werden. Die Einträge in den amtlichen Telephonbüchern oder den Branchenfernsprechbüchern dürfen den sog. kostenfreien Eintrag nicht überschreiten, lediglich die Angabe der Berufsbezeichnung ist erlaubt. Es ist jedoch gestattet, Fachartikel unter Angabe der Praxisanschrift zu veröffentlichen.