Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen grundsätzlich keine Leistungen von Heilpraktikern. So kann der Heilpraktiker auch keine Rezepte zur Abrechnung mit einer gesetzlichen Krankenkasse ausschreiben. (Er kann Sie auch nicht "krankschreiben".) Bei einigen gesetzl. Krankenkassen besteht jedoch die Möglichkeit, eine freiwillige Zusatzversicherung zur Abdeckung von Heilpraktikerleistungen abzuschließen. Für Personen mit einer privaten Krankenversicherung ist die Situation günstiger beschaffen. Die privaten Krankenversicherungsgesellschaften übernehmen meist die Kosten für Heilpraktikerbehandlungen. Zumindest wenn sie mit derartiger Kostenübernahme werben. Hier kommt allerdings die sog. Wissenschaftlichkeitsklausel zur Geltung, welche besagt, daß die vom Heilpraktiker angewandten Diagnose- und Heilmethoden einer wissenschaftlichen, oder zumindest empirischen, erfahrungsgemäßen, Wirkungsprüfung Stand halten können müssen. Dies bedeutet, daß Behandlungen wie Magnetisieren, Handauflegen, Edelsteinbehandlungen etc. nicht erstattet werden. Im Wesentlichen werden Leistungen nach der Gebührenordnung für Heilpraktiker (Gebühr) erstattet, dies aber meist nur bis zu der in der Gebühr angegebenen Obergrenze. Bei Beamten übernehmen die Beihilfen die Kosten für die Behandlung beim Heilpraktiker, in der Regel zu den gleichen Bedingungen wie oben beschrieben.